Uni Lübeck: „Unwissenheit oder Lüge – beides sind Rücktrittsgründe.“

07. Juni 2010  Pressemitteilungen

Kiel. DIE LINKE im Schleswig-Holsteinischen Landtag fordert Minister de Jager auf, die Konsequenzen dafür zu übernehmen, dass er zur Zukunft der Universität Lübeck die Unwahrheit gesagt habe. Nach Medienberichten (KN von heute) seien die Folgen, die die Abwicklung der Medizinerausbildung an der Universität Lübeck hätten, hinlänglich bekannt gewesen.

„Schon bevor die Haushaltsstrukturkommission ihre so genannten Sparvorschläge veröffentlicht hat, wies ein Gutachten darauf hin, dass die Universität Lübeck nicht überlebensfähig sei, sollte die Medizinerausbildung ausgegliedert werden. Dieses Gutachten liegt auch de Jager vor. Wer jetzt noch behauptet, dass die Universität auch weiterhin bestehen könne und nicht an Attraktivitäteinbüße, der ist dummdreist“, erklärte Björn Thoroe, wissenschaftspolitischer Sprecher der LINKEN.

„Entweder weiß der Minister nicht, was in seinem Haus passiert, oder er hat alle bewusst getäuscht. Die Bürgerinnen und Bürger, seine eigenen Kollegen Abgeordneten und die Studierenden. Unwissenheit oder Lüge beides sind Rücktrittgründe.“

Wie bekannt wurde, werde de Jager am kommenden Donnerstag (10.06.) am Richtfest zur Erweiterung der Universität Flensburg teilnehmen. Zeitgleich dazu wird es eine Groß- demonstration im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks geben, die direkt vor der Mensa der Uni Flensburg startet. „Es ist schon zynisch, an einem Fest der Universität Flensburg teilzunehmen, die gleichzeitig auf der Abschussliste der Landesregierung steht. Statt durch solche Auftritte Imagepflege zu betreiben, sollte er besser in seinem Amtszimmer sitzen und Problemlösungsstrategien entwickeln.“

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