Zu den geplanten Änderungen des Hochschulgesetzes: „Herr de Jager zeichnet ein Bild des faulen Professors und der faulen Studenten.“

27. August 2010  Pressemitteilungen

Kiel. Die Fraktion DIE LINKE fordert Minister de Jager auf den vorliegenden Gesetzentwurf zum Hochschulgesetz grundlegend zu überarbeiten. Die Änderungen beinhalten unter anderem die Verpflichtung für ProfessorInnen während der Vorlesungszeit mindestens drei volle Arbeitstage anwesend zu sein. „Minister de Jager hat anscheinend den Eindruck, dass die Lehrenden an den Hochschulen faul sind. Nun will er verpflichtende Regelungen einführen, die der Freiheit von Forschung und Lehre widersprechen und den Lehrenden Fußfesseln anlegen“, so der hochschulpolitische Sprecher Björn Thoroe.

Auch die Regelungen zur Exmatrikulation von Studierenden werden von der LINKEN scharf kritisiert. „Wer sich gegen BaföG-Erhöhungen ausspricht und gleichzeitig Regelungen erlässt, Studierende wegen Überschreitung der Regelstudienzeit um mehr als fünfzig Prozent von der Uni zu verweisen, fördert die Spaltung unserer Gesellschaft“. Gerade Studierende ohne reiche Eltern würden unter dieser Neuregelung zu leiden haben.

Noch immer verweigert der Minister zudem eine gesetzliche Regelung, die jedem Bachelorabsolventen ein Recht auf einen Masterstudienplatz zuspricht. Der Minister schiebt den Schwarzen Peter lediglich den Hochschulen zu, die selber über Beschränkungen entscheiden sollen: „Dass zu wenig Masterstudienplätze angeboten werden, liegt allerdings nicht am bösen Willen der Hochschulen, sondern an deren völlig unzureichender Ausfinanzierung durch die öffentliche Hand. Die Hochschulen müssen endlich so unterstützt werden, dass sie in der Lage sind allen einen Masterstudienplatz anbieten zu können“, so Thoroe abschließend.

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