DIE LINKE als Teil der AKW-Proteste in und um Brokdorf

Block Brokdorf!

Um Ostern herum kam die Idee auf, an Pfingsten die Revision des Kernkraftwerkes in Brokdorf mit tausenden Menschen zu blockieren um das Wiederanfahren des Reaktors zu verzögern und das Bündnis „block-brokdorf“ wurde ins Leben gerufen. Der Aufruf des Bündnisses beschränkte sich nicht nur auf die Forderung nach der sofortigen Abschaltung aller Atomkraftwerke, sondern griff auch andere zentrale Forderungen der LINKEN, wie eine dezentrale Organisation der Energieversorgung und eine Vergesellschaftung der vier großen Energiekonzerne auf. (Näheres hier)

Später kündigte auch die von den Castorprotesten bekannte Initiative „x-tausendmalquer“ an über Pfingsten in Brokdorf blockieren zu wollen.

Die Kontaktstelle soziale Bewegung der Bundestagsfraktion, Mitglieder der LINKEN aus Hamburg und Schleswig-Holstein sowie die Linksjugend [‘solid] beteiligten sich an den
zahlreichen Vorbereitungstreffen und übernahmen zentrale Funktionen in der Vorbereitung.
Abgeordnete aus SH fungierten als Anmelder von Mahnwachen, Camp und einer Demonstration. Auch Landes- und Bundespartei signalisierten Interesse. Der Landesparteitag in Schleswig-Holstein beschloss zur Unterstützung der Proteste eine Resolution, in der die zentralen Forderungen der LINKEN für eine echte Energiewende und der Wille zur Unterstützung von Anti-Atom-Protesten festgehalten sind.

Ab Dienstag, den 7.6. begann ca. 7 km entfernt von Brokdorf der Aufbau eines Camps in St. Margaretehen. Die Vorbereitungen waren schon weit vorangeschritten, als am Mittwoch gegen Abend die ersten Meldungen eintrafen, der Betreiber des AKWs, e.on, werde die Revision auf Grund der Proteste um 5 Tage verschieben. Da das Bündnis allein durch die Ankündigung von Blockaden sein Ziel, die Revision zu verhindern zumindest für die Pfingsttage erreicht hatte, wurden die Massenblockaden abgesagt und das Pfingstwochenende auf dem Camp für ein Koordinationstreffen des Bündnisses genutzt. Die Verschiebung kann als Beweis für die Stärke der Anti-AKW- Bewegung gewertet werden. Außerdem beteiligten sich die ca. 40 Anwesenden an einer von der lokalen Bürgerinitiative angemeldeten Demonstration am Pfingstsonntag und führten eine Kleinaktion am AKW-Zaun durch, die vom NDR begleitet wurde.

An der Demonstration nahmen Abgeordnete der LINKEN aus dem Europaparlament, dem
Bundestag und dem Landtag teil. Fotos findet ihr hier auf meiner Webseite oder bei www.nachhaltig-links.de.

x-tausendmalquer hat seine Blockadeankündigung um eine Woche auf den 18./19.6. verschoben und einzelne Aktivistinnen und Aktivisten der LINKEN und von block-brokdorf werden sich beteiligen haben sich beteiligt.

DIE LINKE hat sowohl im Bündnis „block-brokdorf“ als auch bei der Kommunikation mit den lokalen Bürgerinitiativen eine wichtige Funktion eingenommen, die auch von den Bündnispartner_innen anerkannt wurde. Die Beteiligung der LINKEN an den Vorbereitungen der Aktionen in und um Brokdorf ist ein positives Beispiel für LINKE in Bewegung gewesen.

Durch die Vorbereitung der Aktion und durch das Camp sind dem Bündnis block-brokdorf immense Kosten entstanden, die auf Grund der Verschiebung der Revision nicht durch Campbeiträge ausgeglichen werden konnten. Es wäre gut, wenn Kreisverbände und Einzelpersonen zum Ausgleich des Defizites beitragen könnten!

Spendenkonto
Block Brokdorf
Konto-Nummer: 11 20 00 74 500
BLZ: 430 609 67
GLS Gemeinschaftsbank

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