Ausbildung im Handwerk: LINKE schlägt Ausbildung-Plus-Konzept vor.

09. Juni 2011  Pressemitteilungen
Handwerker (Quelle: Wikipedia)

Flensburg/Lübeck. Anlässlich der heute von den Handwerkskammern Flensburg und Lübeck vorgestellten Kampagne „Handwerk ist mehr“ kündigt DIE LINKE Landtagsfraktion ihr „Ausbildung-Plus“-Konzept für Ausbildung und Arbeit an.

„Für eine Ausbildung im Handwerk zu werben ist das Eine ­ das Andere ist, die Ausbildung im Handwerksbereich so attraktiv zu machen, dass sie keine Werbekampagne mehr benötigt. Das wollen wir mit unserem ,Ausbildung-Plus`-Konzept erreichen“, sagt Björn Thoroe, wirtschaftspolitischer Sprecher der LINKEN Landtagsfraktion. „Wenn die Ausbildung eine berufliche Zukunftsperspektive bietet, angemessen entlohnt wird und im Anschluss daran eine auskömmliche Arbeit
wartet, dann werden viel mehr junge Menschen ihre berufliche Zukunft im Handwerk sehen. Solange die Aufstiegsmöglichkeiten begrenzt sind und Ausbildung und Arbeit finanziell unattraktiv sind, wird das nicht gelingen ­ auch nicht mit einer Werbekampagne, die 650.000 Euro kostet.“

Das ,Ausbildung-Plus`-Konzept der LINKEN umfasst vier wesentliche Punkte: jeder und jede Auszubildende im Handwerk soll nach erfolgreicher Lehre für ein Jahr garantiert übernommen werden. Damit bekommen junge Leute neben der Lehre noch ein Jahr Berufspraxis und fallen nicht sofort nach der Lehre in Hartz IV. Die Ausbildungsvergütung soll gesteigert und die Option abgeschafft werden, die tarifliche Entlohnung um bis zu 20 Prozent zu unterschreiten. Auch nach der
Ausbildung müssen die Löhne im Handwerk so angehoben werden. Eine Lösung müsse auch für die vielen so genannten Altbewerberinnen und Altbewerber gefunden werden, die bereits in den Vorjahren erfolglos eine Ausbildungsstelle angestrebt haben.

„Handwerksbetriebe in Schleswig-Holstein stellen über ein Drittel aller Ausbildungsstellen im Land, was deutlich über ihrem Anteil an der Wertschöpfung liegt. Das ist ein Ungleichgewicht, das beendet werden muss. Die Rahmenbedingungen müssen verbessert werden, dann geht es auch dem Handwerk und den dort arbeitenden Menschen besser“, so Thoroe abschließend.

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